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Vergangene Beiträge

17.10 – 17.55 Uhr
Workshop
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Too big to do good?

Einblicke in die Forschungsergebnisse zur Gemeinwohl-Orientierung von Großunternehmen am Beispiel GWÖ
Josefa Kny, Transformations- und Zukunftsforscherin

Portrait Josefa Kny
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Können multinationale Großunternehmen gemeinwohlorientiert wirtschaften? Während sich immer mehr kleine und mittlere Unternehmen auf den Weg in diese Richtung machen, scheinen Konzerne eher zögerlich. Der Vortrag gibt Einblick in die Ergebnisse der empirischen Untersuchung von vier Großunternehmen. Er zeichnet ihre sozial-ökologischen Handlungsspielräume nach – und zeigt, was sich innerhalb der Konzerne und in der Wirtschaftsordnung verändern müsste, um diese Potenziale zu heben. Danach ist ausreichend Zeit für Rückfragen und Diskussion.

Berührungsfelder GWÖ-Matrix: übergreifend
Betrifft die 20 Themen der Gemeinwohl-Matrix im Gesamten

16.10 – 16.55 Uhr
Vortrag/Panel
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Gemeinwohl-Ökonomie und die Sustainable Development Goals (SDGS)

Matthias Kasper, Teach First Deutschland gemeinnützige GmbH
Moderation: Gerd

Portrait Matthias Kasper
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Im Jahr 2015 haben die Vereinten Nationen die Sustainable Development Goals (SDGs) der Agenda 2030 verabschiedet, deren Erreichung auch eine Transformation der Wirtschaft voraussetzt. Dieser Beitrag reflektiert den SDG-Zielrahmen kritisch und fragt, inwiefern die GWÖ Organisationen bei der Umsetzung der SDGs unterstützen kann.

Berührungsfelder GWÖ-Matrix: übergreifend
Betrifft die 20 Themen der Gemeinwohl-Matrix im Gesamten

15.10 – 15.55 Uhr
Workshop
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Welches Potential hat die Gemeinwohl-Bilanz zu einer großen Transformation des Wirtschaftssystems beizutragen?

Katharina Bruns, Zukunftsforscherin; Wirkungsmessung bei soulbottles

Portrait Katharina Bruns
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Der Beitrag gibt einen Einblick in die Ergebnisse einer Online-Befragung zur Erforschung des transformativen Potentials der GWÖ-Bilanz. Es werden konkrete Handlungsempfehlungen, Chancen und Herausforderungen für die GWÖ als Organisation geteilt, die im Anschluss gemeinsam diskutiert werden können.

Berührungsfelder GWÖ-Matrix: übergreifend
Betrifft die 20 Themen der Gemeinwohl-Matrix im Gesamten

14.10 – 14.55 Uhr
Vortrag/Panel
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Zwischen ethischen Vorstellungen und strukturellen Zwängen:

Aushandlungen um sozial-ökologische Verantwortung in gemeinwohl-bilanzierten Unternehmen
Dr. Cornelia Kühn, Institut für Europäische Ethnologie
Moderation: Neno

Portrait Cornelia Kühn
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Die Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ) ist eine soziale Bewegung, die einen Prozess zur Weiterentwicklung und Transformation der Wirtschaftsordnung anstoßen möchte. Als Manifest der Bewegung gilt das von Christian Felber 2010 entwickelte wirtschaftliche Alternativmodell, das die Mehrung des Gemeinwohls anstelle der Mehrung des Kapitals anstrebt. Dafür werden Unternehmen angeregt, eine Gemeinwohl-Bilanz anhand festgelegter sozial-ökologischer und ethischer Kriterien zu erstellen und eine Verbesserung in diesen Bereichen im Unternehmen zu erreichen. Die Gemeinwohl-Bilanz beinhaltet umfassend verschiedene soziale, ökologische, demokratische und kooperative Aspekte und bewertet nicht nur das Produkt oder die Dienstleistung des Unternehmens, sondern auch das Unternehmen selbst, die Partizipation der Mitarbeitenden, die ökologische Verantwortung der im Unternehmen Beschäftigten, aber auch die sozial-ökologischen Kriterien beim Finanzdienstleister oder in den Zuliefererfirmen, die das gemeinwohl-bilanzierte Unternehmen nutzt.
In dem Vortrag sollen anhand verschiedener detailliert beschriebener Beispiele die ambivalenten Aushandlungen zwischen den ethischen Vorstellungen einerseits und den gewohnten gesellschaftlichen Mustern sowie den aktuellen wirtschaftspolitischen Strukturen andererseits dargelegt werden. Dabei zeigt sich zum einen, dass manche Unternehmer*innen die Gemeinwohl-Bilanz als ein lang ersehntes Handwerkszeug nutzen, um die ökologischen und sozialen Qualitäten ihres Unternehmens darlegen und positiv bewerten lassen zu können. Oftmals bemühen sie sich darüber hinaus, den Weg einer ökologisch-sozialen Wirtschaftsform voranzutreiben und weitere neue Formen und soziale Praktiken des gemeinschaftlichen und ökologischen Wirtschaftens zu entwickeln. Zum anderen stoßen einige der gemeinwohl-bilanzierten Unternehmen an politische und wirtschaftliche Strukturen, die ihren ethischen Kriterien nicht entsprechen, die sie aber dennoch nicht oder nur eingeschränkt umgehen können (z.B, Vergabe- und Wirtschaftslichkeitsrichtlinien im öffentlichen Dienst). Außerdem zeigen sich auch Unverständnis und Widerstände einiger der Mitarbeitenden gegen die ökologisch-sozialen Verpflichtungen ihres gemeinwohl-bilanzierten Unternehmens. Anhand konkreter Beispielen soll dargelegt werden, wie die Änderung der wirtschaftlichen Anreizmechanismen für eine sozial-ökologische Verantwortung in den Unternehmen durch die Gemeinwohl-Bilanz einerseits positive Effekte für ein gemeinschaftliches und ökologisches Wirtschaften und Handeln erzeugen kann, andererseits aber auch an politische, wirtschaftliche und kulturelle Grenzen sowie bestehende „mentale Infrastrukturen“ stößt, die in tradierten gesellschaftlichen Mustern von Anerkennung, Wertschätzung und Freiheit verharren.

Berührungsfelder GWÖ-Matrix: übergreifend
Betrifft die 20 Themen der Gemeinwohl-Matrix im Gesamten